Im Mai beginnt die Saison fürs Pilzesammeln. Im Wald findet man nicht nur die bekanntesten Arten wie Rotkappen, sondern auch die geheimnisvollen Blutmilchpilze. Sie sehen wie ein weicher, himbeerfarbener Schaum aus. Trotzdem sollte er nicht gesammelt werden, denn er kann sich bewegen.
Blutmilchpilze gehören zur Gruppe der Schleimpilze, sie besitzen Eigenschaften von Pflanzen, Tieren wie auch Merkmale von Pilzen. Wieso sie jedoch so besonders sind? Sie können sich bewegen! Die Pilze nutzen ihre Scheinfüßchen, um nach besseren Lebensbedingungen und Nahrung zu suchen. Aber um eine solche Bewegung zu beobachten, müssten man so einige Tage vor diesem Exemplar verbringen.
Dieser Protist reagiert sowohl auf das Sonnenlicht, als auch auf die Temperatur. Blutmilchpilze ernähren sich von Pilzsporen, Bakterien oder Urtierchen.
Ein Prachtexemplar der polnischen Wälder
Im Vergleich zu anderen Schleimpilzen erreichen die Blutmilchpilze bis zu 15 mm Größe. Ihre Farbe ist abhängig vom Alter. Die jungen Exemplare sind oft hellrosa, orange oder sogar rot. Je älter sie werden, desto dunkler ist ihre Farbe bis hin zu braun. Wenn man sie durchsticht, erscheint ein orange-rötliches Inneres mit schleimiger Konsistenz.
Die Blutmilchpilze kann man an alten, verrottenden Zweigen, Baumstümpfen und Ästen von Bäumen finden. Sie erscheinen sowohl in Laub-, Misch- als auch Nadelwäldern und kommen am häufigsten, wie Pilze, kurz nach Regenfällen vor.
Im Moment gelten sie als nicht essbar, es gibt jedoch keine Forschungen laut denen sie giftige Substanzen enthalten.