In der Tatra ist das Wetter in den letzten Tagen völlig umgeschwungen. Es weht starker Wind, es herrscht starker Frost und es gibt heftige Schneefälle. Die Lawinengefahr nimmt zu und Retter warnen davor, in die Berge zu gehen. In der Facebook-Gruppe “Tatromaniacy” hat Dariusz Lenartowicz ein Video von seiner Wanderung gezeigt.
Mit dem Winter in der Tatra ist nicht zu spaßen. Am letzten Tag sanken die Temperaturen auf dem Kasprowy Wierch auf unter -10 Grad Celsius. Die Schneedecke beträgt dort 85 cm, im Fünfseetal liegt sie bereits über einem Meter. Dabei handelt es sich jedoch um gemittelte Werte. In den vergangenen Tagen wehte dort ein sehr starker Wind, der meterhohe Schneeverwehungen verursachte.
Extreme Bedingungen in der Tatra
Das Ausmaß des Unwetters wird in einem Video von Dariusz Lenartowicz gezeigt, das andere Menschen zeigt, die bis zu den Hüften in Schneewehen waten. Und das alles bei dichtem Schnee und stürmischem Wind, der einen starken Schneesturm verursacht hat, der die Sicht auf fast Null reduzierte.
Die Rettungskräfte warnen, dass die Wetterbedingungen in der Tatra derzeit sehr schwierig sind. Oberhalb von 1800 Metern über dem Meeresspiegel gilt die dritte Stufe der erheblichen Lawinengefahr. Unterhalb dieser Höhe gilt die zweite Stufe. TOPR (Tatrzańskie Ochotnicze Pogotowie Ratunkowe – Freiwilliger Tatra-Rettungsdienst) befürchtet, dass bereits geringe Zusatzbelastung zu Lawinenabgängen führen kann, da die Schneedecke nur mäßig oder schlecht verfestigt ist.
Keine Verbesserung in Sicht
Beim Begehen der Wege der Tatra ist äußerste Vorsicht geboten. “Das Bewegen erfordert ein sehr hohes Maß an Erfahrung und Geschicklichkeit sowie eine sehr gute Einschätzung der lokalen Lawinengefahr”, heißt es in der Meldung der Rettungskräfte.
In den kommenden Tagen werden sich die touristischen Bedingungen in der Tatra weiter verschlechtern. Ab Mitte der Woche wird der Schnee auf den Gipfeln tauen – auf dem Kasprowy Wierch wird die Temperatur auf bis zu 6 Grad Celsius steigen und das bei Sonnenschein. In dieser Situation beginnt die Schneedecke schnell zu schmelzen, die Lawinengefahr bleibt hoch und die Wege werden stark vereist sein.
Quelle: onet