Die internationale Tourismuslandschaft hat sich seit der Corona-Pandemie deutlich verändert. Länder, die konsequent in Infrastruktur investierten, ihr Angebot erweiterten und den Tourismus gezielt förderten, verzeichneten die größten Zuwächse. In Mittel- und Osteuropa nimmt Polen eine Spitzenposition ein.
Das zeigt die aktuelle OECD-Analyse „OECD Tourism Trends and Policies 2026“. Zwischen 2019 und 2024 stieg die Zahl der internationalen Reisen in den OECD-Mitglieds- und Partnerstaaten um 8,1 Prozent auf 819,5 Millionen. Auch 2025 setzte sich das Wachstum fort. Anfang 2026 belasteten jedoch der Konflikt im Nahen Osten, Einschränkungen im Flugverkehr und steigende Reisekosten den internationalen Tourismus.
Polen an der Spitze der Region
Zwischen 2019 und 2025 stieg die Zahl der internationalen Touristen in Polen um ein Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr fiel das Wachstum deutlich stärker aus: Gegenüber 2024 legten die Besucherzahlen 2025 um neun Prozent zu.
Damit schneidet Polen besser ab als die meisten Staaten in Mittel- und Osteuropa. Während die Besucherzahlen in Tschechien stagnierten, gingen sie in der Slowakei um zwei Prozent, in Ungarn um 15 Prozent sowie in Litauen, Lettland und Estland um 14 bis 16 Prozent zurück.
Der OECD-Bericht zeigt damit, dass Polen seine Position als wichtigstes Wachstumsland der Region behauptet.
Weltweiter Vergleich
International verzeichnete Saudi-Arabien mit einem Plus von 67 Prozent seit 2019 den stärksten Zuwachs. Auch Marokko, Ägypten, Brasilien, Kolumbien und Japan entwickelten sich überdurchschnittlich.
Dagegen liegen unter anderem Deutschland, Italien, die USA und Kanada weiterhin unter dem Niveau von 2019. Den stärksten Rückgang registrierte Israel infolge des Krieges im Gazastreifen.
Gute Aussichten für Polen
Obwohl Polen im weltweiten Vergleich kein spektakuläres Wachstum verzeichnet, entwickelt sich das Land innerhalb Mittel- und Osteuropas erfolgreicher als seine Nachbarn. Der OECD-Bericht zeigt, dass Polen seine Attraktivität für internationale Gäste trotz schwieriger globaler Rahmenbedingungen weiter ausbauen konnte.
Quelle: rp
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