Ein Ausflug ins Bieszczady-Gebirge ist eine tolle Idee für ein Herbstwochenende. Zu dieser Jahreszeit sind die polnischen Berge aus mehreren Gründen am schönsten. Es lohnt sich, für ein paar Tage dorthin zu fahren, um eine Auszeit von der Hektik des Alltags zu nehmen und frische Luft zu schnappen. Welche Orte sind im September und Oktober im Bieszczady-Gebirge am besten für einen Besuch?
Die polnischen Berge ziehen jedes Jahr Scharen von Touristen an. Den größten Andrang gibt es in der Sommersaison, wenn die überwiegende Mehrheit der Bewohner Polens in den Urlaub fährt. Zu dieser Zeit sind die beliebtesten Ziele die Tatra, das Riesengebirge sowie das Bieszczady-Gebirge. Mit dem Herbstanfang ändert sich jedoch alles.
Warum es sich lohnt, im Herbst ins Bieszczady-Gebirge zu fahren
Das Bieszczady-Gebirge ist ein ausgedehnter Gebirgszug der Ostkarpaten. Um sie zu erreichen, muss man in die Woiwodschaft Karpatenvorland fahren. Warum ist es am besten, im Herbst dorthin zu fahren? Aus mehreren Gründen. Erstens werden die Wege dort viel weniger überfüllt sein. Tatsächlich könnte man einige von ihnen wahrscheinlich als „verlassen“ bezeichnen. Die intime Gesellschaft inmitten der Reize der malerischen Natur ermöglicht es, sich zu entspannen, die Gedanken zu sammeln und vielleicht auch etwas nachdenklich zu werden. Der fehlende Lärm und der Großstadttrubel machen Bergwanderungen noch angenehmer.
Darüber hinaus sinken die Preise nach der Ferienzeit deutlich. Unterkunft und Verpflegung sind im Herbst deutlich günstiger als im Juli oder August. Neben atemberaubenden Ausblicken und vielfarbigen Landschaften erwartet die Pilzsammler unter den Besuchern auch eine tolle Möglichkeit sich im Wald auszutoben. Nicht umsonst gelten die Wälder des Karpatenvorlandes in dieser Hinsicht als die fruchtbarsten in Polen.
Die schönsten Bieszczady-Wanderwege. Diese Orte sind wahre Schätze der Natur
Wenn man sich zu jeder Jahreszeit im Bieszczady-Gebirge aufhält, muss man unbedingt zur Tarnitza/Tarnica aufbrechen, dem höchsten Gipfel des Bieszczady-Gebirges (1.346 m über dem Meeresspiegel). Er gehört zur Krone des polnischen Gebirges und ist daher so beliebt. In den kälteren Monaten kann man das Panorama der Berge ohne Touristenmassen bewundern. Der Weg auf die Tarnitza/Tarnica selbst ist außergewöhnlich malerisch, da er durch dichte und üppige Wälder führt, die im Herbst golden leuchten.
Buchenspitze/Bukowe Berdo (1.311 m über dem Meeresspiegel) ist ein ebenso schönes Wanderziel. Dieser Weg ist perfekt für Anfänger. Sowohl Erwachsene als auch Kinder können ihn problemlos meistern.
Die Strecke von Komańcza nach Cisno ist etwas anspruchsvoller, aber noch schöner. Sie ist bis zu 30 km lang und führt durch einen wilden, ungezähmten Wald. Für Bergliebhaber ist dies ein wahrer Genuss.
Bei einem Ausflug ins Bieszczady-Gebirge sollte man auch eine Fahrt mit der Bieszczady-Waldbahn von Majdan nach Balnica unternehmen. Unterwegs passiert die Bahn verlassene Dörfer, majestätische Buchenwälder und Waldbäche. Durch das Fenster kann man dann auch manchmal wilde Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Im Bieszczady-Gebirge leben unter anderem: Bisons, Bären, Rehe und Hirsche.
Sehenswert sind auch der mächtige Staudamm in Solina, orthodoxe Kirchen auf dem Ikonenweg des Saan-Tals/Szlak Ikon Doliny Sanu und die Duszatyńskie-Seen/Jeziorka Duszatyńskie.
Quelle: podroze.gazeta