Und das ausgerechnet von ihm: Dawid Kubacki, dem polnischen Skispringer, der in der Saison bislang stark hinterher hing. Zwei wunderbare Sprünge ( 104 Meter in der ersten Serie und 103 Meter in der zweiten) brachten ihm die Bronze-Medaille.
Der aus Nowy Targ (deutsch: Neumarkt) stammende Dawid Kubacki schaffte am Sonntag etwas, woran noch vor einigen Wochen niemand glaubte: der Gewinn einer Medaille während der Olympischen Winterspiele in Peking. Die ganze polnische Nationalmannschaft durchlebt seit Saisonbeginn eine enorme Krise. Der beste in der Tabelle, Kamil Stoch, ist momentan auf dem 20. Platz. Dawid Kubacki belegt mit 63 Punkten den fernen 37. Platz.
Umso mehr freut er sich jetzt über einen so enormen Erfolg: „Es ist super, dass nach so einer Saison, nach so viel harter Arbeit wir solch eine Situation haben. Alles wendet sich im richtigen Moment. Ich war mir bewusst, dass die Unterschiede zwischen den Teilnehmern nach der ersten Serie wirklich gering sind. Fast alle, vom dritten Platz bis zum dreiundzwanzigsten, hatten eine ähnliche Punktzahl. Die Unterschieden waren vielleicht zwei, drei Meter. Ich wusste, dass es eng wird, aber ich schob diese Gedanken in den Hintergrund. Ich beschloss, rauszugehen und meine Arbeit zu tun, und zu sehen was daraus wird. Und alles wendete sich zum besten.“, teilte der Bronze-Sieger nach seinem Erfolg mit.
Vor den Skisprung-Fans der männlichen Skisprünge stehen noch zwei wichtige Wettbewerbe. Kommenden Samstag (12.02.) der Einzel der Herren auf der Großschanze, und nächsten Montag (14.02.) der Wettbewerb im Team auf der Großschanze. Wir drücken fest die Daumen!