Mitarbeiter der Försterei Schweidnitz haben Grund zur Freude. Vor über zwei Wochen entdeckten sie in einem Stadtpark einen jungen Waldkauz, der hilflos am Boden saß und laut nach seinen Eltern rief. Heute kommt das Tier in der freien Natur gut zurecht.
Jungvogel am Boden entdeckt
Alles begann am 26. Februar. Damals wurde der junge Vogel im Park gefunden, am Boden sitzend, laut rufend und offensichtlich hungrig.
Die Förster betonen, dass ein solches Verhalten völlig normal ist. Junge Eulen verlassen oft noch unbeholfen das Nest und landen zunächst am Boden, bevor sie richtig fliegen können.
Gefahren im Stadtpark
In einer natürlichen Umgebung wäre das kein großes Problem. Doch im städtischen Raum drohen zusätzliche Risiken:
- Menschen könnten das Tier aus Unwissenheit mitnehmen,
- Spaziergänger könnten es anfassen oder stören,
- Freilaufende Hunde und Katzen stellen eine reale Gefahr dar.
Deshalb entschied sich ein Förster, den kleinen Vogel zu überwachen und zu schützen.
Schwierige erste Tage
Die ersten zwei Tage waren besonders kritisch, da der Jungvogel weiterhin am Boden blieb. Doch schon bald zeigte sich eine positive Entwicklung: Er begann, auf Sträucher zu klettern. Mit jedem Tag kletterte er höher.
Nach und nach entwickelte sich das Tier weiter. Der Flaum wich Federn, und der junge Waldkauz erreichte schließlich die Baumkronen. Dort übte er das Springen von Ast zu Ast sowie erste Flugversuche.
Mission erfüllt
Heute ist es am Ort der Beobachtung ruhig geworden. Das ist ein gutes Zeichen.
Der Förster meldete kurz: Mission erfüllt. Die Stille bedeutet, dass der junge Vogel inzwischen selbstständig ist und sich erfolgreich in seiner natürlichen Umgebung behauptet.
Der Fall zeigt exemplarisch, wie gezielte, zurückhaltende Hilfe es Wildtieren ermöglicht, ohne Eingriff in ihre natürliche Entwicklung zu überleben.urückhaltende Hilfe es Wildtieren ermöglicht, ohne Eingriff in ihre natürliche Entwicklung zu überleben.
Quelle: onet
Foto: Facebook/Nadleśnictwo Świdnica, Lasy Państwowe