Diese Ausstellungen plant das Nationalmuseum Breslau / Wrocław für 2026

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Das Nationalmuseum in Breslau / Wrocław kündigt für 2026 ein umfangreiches Programm an. In drei Museumsabteilungen werden insgesamt zwölf Ausstellungen gezeigt. Auf dem Programm stehen unter anderem schlesische mittelalterliche Kunst, niederländische Fliesen, spanische Azulejos, Werke von Koji Kamoji und Ala Savashevich sowie Arbeiten von nicht-professionellen Künstlern aus Niederschlesien.

Rekordjahr 2025: Fast 800.000 Besucher

Das Jahr 2025 war für das Nationalmuseum außergewöhnlich erfolgreich. Fast 800.000 Besucherinnen und Besucher kamen. Eine solche Anzahl wurde in der 80-jährigen Geschichte des Museums noch nie erreicht. Direktor Prof. Piotr Oszczanowski betont den besonderen Dank an das Publikum.

Die Besucherzahlen der einzelnen Standorte im Jahr 2025:

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  • Hauptgebäude: 193.541 Besucher
  • Ethnografisches Museum: 34.527 Besucher
  • Panorama von Racławice: 491.199 Besucher
  • Vier-Kuppeln-Pavillon: 75.935 Besucher

Zugleich konnte das Museum zahlreiche Werke für die Sammlung erwerben. Dazu zählen Grafiken von Peter Paul Rubens und Giovanni Battista Piranesi, Fotografien von Zofia Rydet sowie Arbeiten von Wacław Szpakowski und Ala Savashevich. Außerdem gelang die Rückgewinnung eines Gemäldes der dänischen Malerin Bertha Wegmann sowie einer Skulptur von Jaroslav Vonka.

Programm der Ausstellungen im Nationalmuseum

Januar 2026

Predigt an die Vögel. Darstellungen des heiligen Franziskus

24. Januar – 1. März 2026, Ethnografisches Museum

2026 jährt sich der Tod des heiligen Franziskus von Assisi zum 800. Mal. Aus diesem Anlass präsentiert das Museum die Sammlung des Historikers Prof. Franciszek Kusiak von der Universität Breslau. Gezeigt werden Grafiken, Gemälde, Skulpturen, Medaillen, Briefmarken und Glasfenster mit Darstellungen des Heiligen.

März 2026

Sonnenaufgang im Westen. Koji Kamoji, Yosiho Nakajima, Keiji Uematsu

1. März – 31. Mai 2026, Vier-Kuppeln-Pavillon

Die Ausstellung vereint drei japanische Künstler, die früh nach Europa emigrierten. Koji Kamoji lebt und arbeitet in Polen. Yosiho Nakajima ließ sich in Schweden nieder. Keiji Uematsu war lange Zeit mit Deutschland, insbesondere der DDR, verbunden. Präsentiert werden Malerei, Zeichnung, Skulptur, Film und Fotografie.

Ostereier und Osterpalmen

14. März – 12. April 2026, Ethnografisches Museum

Die traditionelle Oster-Ausstellung zeigt Ostereier, Palmen, Dekorationen und Grußkarten. Über 40 Künstlerinnen und Künstler aus Niederschlesien sowie der Region Oppeln sind vertreten. Es kommen klassische und zeitgenössische Techniken zum Einsatz.

Mai 2026

Ala Savashevich. Dein Körper ist ein Arbeitsfeld

16. Mai – 16. August 2026, Ethnografisches Museum

Die in Belarus geborene und in Polen lebende Künstlerin setzt sich mit dem Thema Frauenarbeit auseinander. Ausgangspunkt sind die Sammlungen des Ethnografischen Museums. Gezeigt werden eigene Werke der Künstlerin sowie Objekte aus der Museumssammlung. Im Fokus stehen Darstellungen von Arbeit, Körper und Rollenbildern von Frauen.

Juni 2026

Medaillenkunst 1770–1799 aus der Sammlung des Nationalmuseums

2. Juni – 30. August 2026, Hauptgebäude

Die Kabinettausstellung zeigt Medaillen, Plaketten, Jetons und Prägestempel aus dem 18. Jahrhundert. Dargestellt sind Herrscher, Wissenschaftler, Beamte, Schriftsteller und Schauspieler.

Fliesen, Kacheln, Tafeln. Keramische Intermezzi

9. Juni – 30. August 2026, Hauptgebäude

Im Mittelpunkt stehen spanische Azulejos und niederländische Kobaltfliesen aus der Museumssammlung. Die Ausstellung erläutert die Geschichte der Keramikfliese von Spanien ab dem 10. Jahrhundert bis in die Niederlande des 15. Jahrhunderts, beeinflusst durch italienische Majolika.

Juli 2026

Hundert Jahre später. Zum Jubiläum der großen Ausstellung schlesischer mittelalterlicher Kunst

31. Juli – 30. Dezember 2026, Vier-Kuppeln-Pavillon

Die Ausstellung knüpft an die legendäre Präsentation „Schlesische Malerei und Plastik des Mittelalters“ von vor 100 Jahren an. Gezeigt werden rund 200 Exponate schlesischer mittelalterlicher Kunst. Aufgrund des Alters und der Empfindlichkeit der Werke sind solche Ausstellungen selten.

September 2026

Leben mit der Kohle. Menschen, Landschaften, Erbe im Zeichen der Energiewende

26. September – 29. November 2026, Ethnografisches Museum

Die Ausstellung widmet sich der Region rund um den Tagebau Turów. Thematisiert werden Alltag, Erinnerungen und Identität der lokalen Bevölkerung. Man kann auch historische Ansichten von Bogatynia / Reichenau in Sachsen, dem Kurort Opolno-Zdrój / Bad Oppelsdorf sowie dem aufgelösten Dorf Wigancice Żytawskie / Weigsdorf sehen.

Oktober 2026

Barockes Goldschmiedehandwerk der schlesischen Friedenskirchen

1. Oktober – 30. Dezember 2026, Hauptgebäude

Die Ausstellung präsentiert barocke Goldschmiedearbeiten aus den Friedenskirchen in Jawor / Jauer und Świdnica / Schweidnitz. Im Fokus stehen liturgische Geräte und Ausstattungsstücke, die bislang wenig erforscht waren.

Meister und Schüler. Cirillo dell’Antonio und die Holzschnitzschule Warmbrunn

27. Oktober 2026 – 21. Februar 2027, Hauptgebäude

Cirillo dell’Antonio leitete von 1922 bis 1940 die Schnitzschule in Cieplice / Bad Warmbrunn. Seine pädagogische Arbeit führte zu einer Erneuerung des Kunsthandwerks. Die entstandenen Werke fanden ihren Weg in schlesische Kirchen und werden nun erstmals umfassend gewürdigt.

Letztes Quartal 2026

Eröffnung der Galerie für nicht-professionelle Kunst

Ethnografisches Museum

Zum Jahresende wird eine neue Dauerausstellung eröffnet. Man will Werke autodidaktischer Künstler aus Niederschlesien, darunter Anna Binkuńska, Jarosław Furgała und Józef Mączyński zeigen. Präsentiert werden Malerei, Grafik, Skulptur, Modelle und bewegliche Objekte.

Dezember 2026

Die schönste Weihnachtskrippe

ab 8. Dezember 2026, Ethnografisches Museum

Die Ausstellung zeigt mehrere Dutzend Krippen aus dem regionalen Bildhauerwettbewerb „Die schönste Krippe von Bethlehem“. Teilgenommen haben Kinder und Jugendliche aus Niederschlesien.

Quelle: wroclaw

Foto: freepik

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