Er gilt als erster Bote des Frühlings. Der Weißstorch „Krutek“ hat Polen erreicht und erneut landesweit Aufmerksamkeit ausgelöst. Wie der Landschaftsschutzpark Masuren am 23. Februar mitteilte, ist der Vogel bereits in den Masuren eingetroffen.
Obwohl der kalendarische Frühlingsbeginn noch in weiter Ferne liegt, gehört Krutek regelmäßig zu den ersten Rückkehrern. „Er ist wie Polen in Sharm el-Sheikh: ich stehe früher auf, stelle meinen Windschutz früher auf und sichere mir den besseren Platz. Er ist der Erste und kann früher mit dem Ausbau des Nestes beginnen und sich auf die Ankunft des Weibchens vorbereiten. So kann er das Nest besser gegen andere verteidigen“, sagte Parkmitarbeiter Jakub Masiarz.
Tausende Kilometer mit GPS verfolgt
Ornithologen verfolgten die Route von Krutek mithilfe eines modernen GPS-Senders. Anfang Januar startete er in Sharm el-Sheikh. Anschließend verbrachte er etwas Zeit im Jordantal. Anfang Februar setzte er seine Reise nach Norden fort. Er überflog unter anderem Syrien und Jordanien. Später legte er einen Zwischenstopp in Rumänien ein. Am 20. Februar hielt er sich in der ukrainischen Region Ternopil auf.
Ein Teil der Flugroute auf polnischem Gebiet fehlt allerdings in den öffentlich zugänglichen Kartendaten. Es gab ein Problem mit dem System, und man kann die Daten derzeit nicht abrufen.
Geschwächt angekommen
Nach der Ankunft in Polen war Krutek geschwächt. In der Ortschaft Jedwabno wurde er am Straßenrand gefunden. Der Storch wurde anschließend in das Rehabilitationszentrum für Störche in Krutynia gebracht. Sein Zustand wurde mehrere Tage lang beobachtet.
Nun ist Krutek in seinem Nest zurück. Nun beginnt für ihn eine intensive Phase. Er repariert das Nest und ergänzt frische Äste, um es für die kommende Brutsaison vorzubereiten.
Weitere Störche auf dem Weg nach Europa
Auch weitere Störche aus Afrika in Richtung Europa haben sich in Bewegung gesetzt. Störche können pro Tag beeindruckende Distanzen von bis zu 200 Kilometern zurücklegen. Die Fluggeschwindigkeit hängt jedoch stark von den Wetterbedingungen ab. Bei sonnigem und warmem Wetter entstehen thermische Aufwinde. Wenn ein Storch in eine solche Thermik gerät, kann er nahezu mühelos fliegen.
Der Landschaftsschutzpark Masuren weist zudem darauf hin, dass wir auf Störche, die weiter südlich in Afrika überwintern, noch warten müssen. Viele bereiten sich erst auf den Rückflug in ihre Brutgebiete vor. Mit ihrer Ankunft in Europa rechnen Ornithologen Ende März oder Anfang April.
Źródło: wprost
Foto: Screenshot/Facebook – Mazurski Park Krajobrazowy